Ich habe gestern das erste mal den CSD besucht und hatte das Vergnügen, direkt mitlaufen zu können. Den ersten Teil habe ich auch ein Transparent getragen, das sich für den Erhalt von anti-kapitalistischen Freiräumen in Köln ausspricht. Das Autonome Zentrum Köln, der Bauwagenplatz und der Hambacher Forst sind damit gemeint. Diese Freiräume sind äußerst wichtig für alternative Kultur und Menschen und sollten dringen erhalten, unterstützt und gepflegt werden.

Meine Kamera hatte ich auch umhängen und ich habe die folgende Reportage geshootet. An der Stelle möchte ich mich noch klar gegen Diskriminierung aller Art und unter dem Stern des CSD besonders gegen Sexismus, Homo- und Transphobie aussprechen. Dabei reicht es auch meiner Meinung nach lange nicht, einmal im Jahr auf den CSD zu gehen und die bunte Fahne hochzuhalten. Reflektion ist hier gefragt: sich selbst, seine Verhaltens- und Ausdrucksweise mal hinterfragen und entsprechend ändern. Sollte nicht so schwer sein, wenn man bedenkt, dass man sonst sehr schnell Minderheiten diskriminiert. Ich habe kein Verständnis für Menschen, die immer noch „schwul“ als Schimpfwort in Ihrem Sprachgebrauch verwenden und dann aber meinen, sie wären nicht homophob, weil es auf Ihrem T-Shirt steht.

Der CSD war ein wirklich tolles Erlebnis. So viele schöne und offene Menschen. Freisein, Glück, Menschsein, Toleranz. „Be human“. „Free hugs“. „Being straight was just a phase“. „Stop transphobia“. Pride. „Love is Love“. <3